Die Lutze-Klinik
Arthur Lutze, ein großer Verehrer Hahnemanns, der bereits seit 1846 in Köthen praktizierte, errichtete die Lutze-Klinik in einer Bauzeit von nur einem Jahr. Am 10. April 1855 - zum 100. Geburtstag Hahnemanns - erfolgte die feierliche Einweihung der Klinik und des im Garten befindlichen Hahnemann-Denkmals. Die Klinik war nach modernsten Gesichtspunkten gebaut und prächtig ausgestattet. Die hohen Fenster im neugotischen Stil ließen viel Sonnenlicht in die Zimmer der zahlreichen, oft psychisch kranken Patienten. Eine Warmwasserheizung versorgte Räume, Säle und Flure. Eine elektrische Klingel und eine »Schwebemaschine« (Fahrstuhl) waren zur Bequemlichkeit der Gäste angeschafft worden.
Eine homöopathische Praxis befand sich bis 1945 in der Lutze-Klinik.

