Welterstaufführung brilliert

In einem fulminanten Konzertereignis wurde ein jüngst wiederentdecktes Konzert für Gambe und Orchester vom 1723 in Köthen geborenen Carl Friedrich Abel in einer Welterstaufführung zum Leben erweckt. Das Publikum im voll besetzten Spiegelsaal zeigte sich begeistert von dem Klangreichtum und der Frische dieses Werkes. Verantwortlich für den Musikgenuss zeichneten der Entdecker des Werkes und Gambist Thomas Fritzsch gemeinsam mit dem Gewandhausorganisten Michael Schönheit (diesmal am Pianoforte) sowie Eva Salonen, Sakia Klapper (Violinen), Katharina Dargel (Viola) und Katharina Holzhey (Violoncello) von der Merseburger Hofmusik. Damit erschöpfte sich das mit viel Applaus bedachte Repertoire des Konzertes nicht, auch die weiteren Stücke von Johann Christian Bach, Anton Milling, Anton Raetzel und Johann Carl Graf von Hardeck überzeugten auf ganzer Linie, zumal beim Ensemble Können und Spielfreude Hand in Hand gingen. Dieser Abend war auch bestens dazu geeignet, den Ruf der Gambe als ausschließliches Medium melancholischer Musik ad absurdum zu führen.