Sonntagsmatinee: Ulli Schwinge

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„Ein paar Akkorde“ oder „Gestatten, Gefühl“ – so überschreibt der Sänger Ulli Schwinge sein aktuelles Programm. Bei Schwinge ist das Motto Programm: „Musik mit viel Gefühl“. Der Pianist, Komponist und Sänger Ulli Schwinge lebt von seinen Gefühlen. Seit mehr als 40 übersetzt der studierte Musiker seine Emotionen in Töne, schafft Harmonie durch Melodien, ersinnt Lieder, die den Fluss des Lebens beschreiben. Wer Ulli Schwinge kennt, der erlebt ihn als Momente-Sammler, für den es nebensächlich ist, was andere über seine Songs denken. Von ihm hört man keine Weltverbesserer-Musik, sondern poetische Miniaturen, verpackt in „ein paar Akkorde“, wie der Titel seines neuen Albums lautet. Darauf klingt er, als sei er endlich angekommen: authentisch, sinnlich und offen.

Schwinge, Jahrgang 1955, seine „Musik mit viel Gefühl“ seit Beginn seiner Karriere. Er sei nie „dagegen“, sondern vielmehr „dafür“: für mehr Licht im Alltag seiner Mitmenschen; für mehr Liebe und Empathie; für mehr Mut, zu seinen Gefühlen zu stehen – so beschreibt er seine Arbeit. 1989 ist für ihn wie für viele seiner Kollegen eine Zäsur. Musiker, für die zuvor der Staat gesorgt hat, sehen sich einem extremen Kampf um Aufmerksamkeit und Marktanteile ausgesetzt. Auch Ulli Schwinge wankt. Aber er fällt nicht. Er kämpft. Um neue Auftritte, neue Verträge, neue Schallplattenaufnahmen. 1992 veröffentlicht er sein erstes Album im wiedervereinigten Deutschland („Keine Zeit zum Träumen“) und wird zu einem der meistgespielten Künstler im Hörfunk. Er tritt mit Albert Hammond, Chris Norman und dem WDR-Sinfonieorchester auf. 1997 vertritt er Sachsen-Anhalt mit dem Lied „Das Lachen der Sieger“ bei der musikalischen Gala zur Deutschen Einheit. 2018, sieben Jahre nach seiner letzten Studio-CD „Liederbriefe“ präsentiert sich der Hallenser schließlich als ein reifer Songwriter am Klavier. Er singt Lieder aus einem langen Leben, Lieder zum Zuhören, der Künstler nennt sie bewusst „Chansons“. Über die Dinge des Lebens, um die sich alles dreht: die Liebe, die Kunst, das Reisen, die Trauer, die Freuden. Diese Songs entstanden gemeinsam mit dem Texter Rainer Thielmann, der einst zum Autoren-Team von Udo Jürgens zählte. Schwinges Album „Ein paar Akkorde“ ist ein Aufbruch zu neuen Ufern, zu neuer Ernsthaftigkeit, allerdings, ohne den Humor einschlafen zu lassen. Denn, so weiß der Musiker Ulli Schwinge: „Auch das Lachen ist Musik.“

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