Naumann-Museum: Stockente

Im April waren die ersten Stockenten mit ihren Küken auf den Gewässern der Städte und Dörfer zu beobachten. Als Stammform der Hausente ist sie in der Wahl ihrer Brutplätze nicht wählerisch – dichte Ufervegetation, ausreichend große Baumhöhlen oder Nistkästen und sogar Balkonkästen werden genutzt. Die Küken sind Nestflüchter und werden nach dem Schlupf sofort zum nächsten Gewässer geführt, denn nur dort finden sie Nahrung und Schutz. Dabei springen sie auch von hochgelegenen Brutplätzen (Dach des Köthener Schlosses!) meist unbeschadet zum Erdboden und überqueren, geleitet von ihrer Mutter, selbst stark frequentierte Straßen. Die Männchen glänzen (mit ihrem bunten Gefieder) derweil durch Abwesenheit. Dezimiert werden die Küken vor allem durch freilaufende Katzen, Marder, Waschbären und Ratten.