Platz der Opfer der Gewaltherrschaft

Für den Platz der Opfer der Gewaltherrschaft ist auch heute noch die alte Bezeichnung geläufig, die bis 11. Februar 1993 offiziell war: Platz der Opfer des Faschismus, meist kurz OdF-Platz genannt. Am 2. Juli 1950 war das vom Köthener Architekten Thilo Hilpert entworfene Denkmal in einer festlichen Zeremonie mit mehreren tausend Teilnehmern eingeweiht worden. Das Denkmal stand unter dem Zeichen der VVN, der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten. Dieser 1947 gegründete und bis heute aktive Verband mit Sitz in Berlin hatte im Jahr des Denkmalbaus 15 Abgeordnetensitze in der Volkskammer, bevor er 1953 auf SED-Beschluss für das Gebiet der DDR in verschiedenen staatlichen Organisationen aufging. Zu sehen sind Aufnahmen von verschiedenen Zeremonien, die in vielfältiger Weise dort stattfanden – von Kranzniederlegungen bis hin zur feierlichen Aufnahme etwa in die Reihen der Pioniere oder FDJ.

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