Fruchtbringende Gesellschaft: Caspar von Teutleben

So klangvolle Namen wie „der Mehlreiche“ oder „der Vielgekörnte“ trugen die Mitglieder der Fruchtbringenden Gesellschaft. „Der Mehlreiche“ war nicht etwa ein Müller, sondern der am Weimarer Hof als Hofmarschall in Diensten stehende Caspar von Teutleben. Als Hofmarschall oblag ihm die Ausrichtung von Empfängen und Feierlichkeiten, so dass er auch den Köthener Fürst Ludwig empfing, als dieser im...

Fruchtbringende Gesellschaft: Fürst Ludwig

Nichts Bessers – Briefe schreiben

Der Köthener Fürst Ludwig (1579-1650) hatte 1617 die erste deutsche Sprachakademie, die Fruchtbringende Gesellschaft, gegründet. Als langjähriges Oberhaupt brachte „der Nährende“, so Ludwigs Gesellschaftsname in der Akademie, für die Geschichte der deutschen Sprache bedeutende Entwicklungen in Gang und trug wesentlich dazu bei, dass das Deutsche den Rang einer...

Bach in Köthen

Bach – ein Hofkapellmeister in Schwarz?

Fragt man, wie Johann Sebastian Bach ausgesehen hat, dürfte so ziemlich Jeder ein Bild vor Augen haben: langer schwarzer Kantorenrock, weißes Jabot, lange und weiße Allongeperücke, nicht eben schmal um die Hüften, starkes Kinn und durchaus fleischige Nase. Diese Vorstellung rührt zumeist vom einzigen Portrait Bachs, dass als authentisch gilt. Gemalt hat es...

Homöopathie: Auf Hahnemanns Spuren

In Leipzig nahm Samuel Hahnemann 1775 sein Studium auf. Allerdings war dies nicht der erste längere Aufenthalt von Hahnemann in der Stadt. Nachdem er in seiner Heimatstadt Meißen die Stadtschule beendet hatte, arbeitete er erstmalig für kurze Zeit (wohl im Sommer 1770) in Leipzig als Kaufmannslehrling. Eine Beschäftigung, die dem jungen Mann nicht zusagte, so dass er wohl froh war, als er ein...

Bach in Köthen

„Daselbst hatte einen gnädigen und Music so wohl liebenden als kennenden Fürsten; bey welchem auch vermeinete meine Lebens Zeit zu beschließen.“ Das Zitat von Johann Sebastian Bach über Köthen steht unverrückbar in der Weltgeschichte. 1730 äußert er sich in einem Brief an seinen Jugendfreund Erdmann über seine nunmehr sieben Jahre zurückliegende Zeit als Hofkapellmeister am Fürstenhof zu Anhalt...

Naumann-Museum: Der Grünspecht

Grünspecht (Picus viridis)

Durch seinen schallenden oder „lachenden“ Balzruf macht der Grünspecht zu Beginn des Frühlings auf sich aufmerksam. Er ist – im Gegensatz zum Buntspecht – kein Waldbewohner, sondern besiedelt vor allem Parks und Gärten. Seine Nahrung findet er bevorzugt am Boden, wo er neben anderen Wirbellosen vor allem nach Ameisen sucht. Deren Nester hackt er mit seinem typischen...

Naumann-Museum: Die Turteltaube

Turteltaube (Streptopelia turtur)

Die Turteltaube ist unter den vier in Europa brütenden Taubenarten der einzige Langstreckenzieher. Sie überwintert südlich der Sahara und trifft erst Mitte Mai in Mitteleuropa ein. Die Art bewohnt vor allem lichte Laubwälder und halboffene Landschaften. Im Kreis Anhalt-Bitterfeld ist sie noch in den Auewäldern an Elbe und Mulde anzutreffen, wo sie sich durch ihren...

Fruchtbringende Gesellschaft: Das Wappen

Auch wenn Palmen hierzulande allenfalls im Sommer Gärten zieren, faszinierte diese Pflanze die Menschen bereits vor mehr als 400 Jahren. Gemeinsam mit vier weiteren anhaltischen und sachsen-weimarischen Fürsten gründete der Köthener Fürst Ludwig 1617 die erste deutsche Sprachakademie, die den Namen „Fruchtbringende Gesellschaft“ erhielt. Nicht nur mit dem Namen der Gesellschaft selbst, auch mit...

Homöopathie: Auf Naumanns Spuren

Samuel Hahnemann wurde am 10. April 1755 in Meißen geboren. Hahnemanns Vater war Porzellanmaler und lebte in Triebischtal, einem Stadtteil von Meißen, in dem 1710 die Produktionsstätten für Meißner Porzellan gegründet worden sind.

Geboren wurde Samuel Hahnemann in einem dreistöckigen Eckhaus am Neumarkt und Fleischsteg, an dessen Stelle im 19. Jahrhundert ein anderes Haus gebaut wurde, schreibt...

Aus dem Depot: Krüger-Büste

Modelliert 1836 von Ludwig Wichmann, zeigt diese Büste einen der größten Künstler des Köthener Landes, den Maler Franz Krüger. Dessen Großnichte Luise Fitzau hatte sie dem Museum just in jenem Jahr 1929 geschenkt, als die damals Heimatmuseum genannte Einrichtung vom Schloss in das Domizil in der Museumsgasse zog.

Wer war Franz Krüger? Sein liebevoll gemeinter Spitzname „Pferde-Krüger“ dürfte schon...