Gagarin-Denkmal

Das Foto zeigt die Edderitzer Straße. Nachdem nach 1945 etliche Straßen in Köthen umbenannt wurden, damals vor allem, um Namen aus dem Dritten Reich rückgängig zu machen, erfolgte dies bei der Edderitzer Straße einige Zeit nach dem ersten bemannten Weltraumflug. Die Euphorie über Juri Gagarins Mission 1961 ging an Köthen nicht vorbei: Die Straße erhielt den Namen „Juri-Gagarin-Straße“. Allerdings monierte die „Freiheit“ noch 1968, dass die Umbenennung, obwohl „eine feine Sache“, scheinbar nicht überall bekannt sei. In der Straße fand man noch ein Schild mit dem alten Namen. Ein Jahr später wurde kritisiert, dass sich zwar in der Bevölkerung der Name durchgesetzt hätte, die Deutsche Post die Zeitungen aber nach wie vor in die „Edderitzer Straße“ versenden würde. Im Januar 1991 endete diese Namensepisode, denn seit diesem Tag heißt die Straße wieder „Edderitzer Straße“. Das 1974 vom Köthener Künstler Robert Propf entworfene Denkmal, welches die erste Reise in den Weltraum und Juri Gagarin würdigt, erinnert heute noch an den Vorgängernamen.