Kinderkrankenhaus

Zu sehen ist ein Gebäude, welches viele Köthener noch als Kinderkrankenhaus in Erinnerung haben. Eingeweiht wurde es kurz vor dem 20. Jubiläums der DDR als Erweiterungsbau. Die „Freiheit“ begleitete den ab 1967 forcierten Bau immer wieder und wusste zu berichten, dass sämtliche verwendeten Ziegelsteine aus Abrissen anderer Gebäude stammten. Um diese Steine nun abzuklopfen, wurden Aufrufe an die Köthener Bevölkerung zur Mithilfe gerichtet. Werbewirksam kamen immer wieder Lokalpolitiker und Funktionäre dazu, bei einer der ersten dieser Aktionen gab es Musik und sogar Freibier. Allerdings kam zu diesen unbestreitbaren Lockungen auch noch der Punkt, dass damals Stunden im Nationalen Aufbauwerk zu leisten waren und Steineklopfen war eine vergleichsweise bequeme Möglichkeit darstellte, das Stundenkonto aufzufüllen.

Laut der Berichterstattung hatte man bezüglich der Einrichtung einen für die damalige Zeit sehr innovativen Verwendungszweck. Denn in erster Linie sollten arbeitende Mütter hier die Möglichkeit bekommen, ihre krankgeschriebenen Kinder während der Arbeitszeit stationär betreuen zu lassen und abends wieder abzuholen.

Seit 1993 wurde um- und neu gebaut und mit der feierlichen Übergabe am 6. Dezember 1994 konnte die so genannte „G-Schule“ ihre vorherigen Häuser in Springstraße und Ritterstraße hinter sich lassen und die neuen Räumlichkeiten in Besitz nehmen. Gleichzeitig erhielt die Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung auch einen neuen Nahmen und heißt seitdem „Angelika-Hartmann-Schule“, im ehrenden Andenken an die Köthener Fröbel-Pädagogin.