Lutze-Klinik

Zu sehen ist die 1855 von Arthur Lutze eingeweihte und nach ihm benannte Lutze-Klinik. Sie eröffnete anlässlich des 100. Geburtstages Dr. Samuel Hahnemanns. Entstanden sein dürfte sie in den 1870er/1880er Jahren. Das lässt sich aus dem zu sehenden Springtor nebst Wachhaus schlussfolgern, die kurz vor 1890 abgerissen wurden. Heute steht dort das 1897 eingeweihte Hahnemann-Lutze-Denkmal. An der Stelle des Tores befand sich einst die sogenannte Springpforte, ein alter, im 15. Jahrhundert erstmals erwähnter, Ein- und Ausgang. Er hatte seinen Namen von einer Quelle, die einige Schritte von der Pforte am Rand des heutigen Schlossparks entsprang und die im 17. Jahrhundert auch als „Springbrunnen“ bezeichnet wurde. Das Wasser bahnte sich seinen Weg über eine Rinne Richtung Neumarkt, wo es in Gräben floss, die die Gartengrundstücke voneinander trennten. Die Pforte stand außerhalb von Gefahrenzeiten (wie etwa Pestepidemien) tagsüber offen und wurde nur nachts verschlossen, eine Regel, die - laut einiger Beschwerden - nicht immer genau genommen wurde. Unter der Regentschaft des Fürsten Carl George Lebrecht wurde 1763 ein breiteres Tor errichtet und die Wegeführung erneuert. Hinzu kam ein Torhaus, das ursprünglich auf der Ostseite stand und von einem Nachtwächter bewohnt wurde. Mit dem Baus der Lutzeklinik wurde die Toranlage erneuert und das Torhaus auf die Ostseite versetzt, so, wie es im Bild zu sehen ist.