Magdeburger Straße

Das Bild gehört zu einer Mappe mit Fotos aus den 1920er Jahren, in welcher sich Motivvorschläge für Postkarten befanden. Und wie Marylin Monroe einst zum Ärger von Bert Stern nach ihrem letzten Shooting wenige Wochen vor ihrem Tod die ihr nicht genehmen Fotos durchkreuzte, tat dies auch der verantwortliche Lektor des Verlages. Immerhin tat er dies nur per Wachsstift, Marylin Monroe zerstörte die Farbdias zusätzlich mit einer Haarnadel…

In der Magdeburger Straße stehend, geht der Blick zur Jakobskirche. Damals gab es natürlich auch Geschäfte in der Straße, darunter auch das heutige Café, das damals „Kasel´s Erben“ hieß. Deutlich ist auch zu erkennen, warum viele Köthener den Marktplatz auch Marktplateau nennen. Gewunden zieht sich die Straße sanft ansteigend zur Kirche hoch. Im Mittelalter war dies eine alte Reichsstraße, die sich genau an der heutige Kirche in Richtung Halle und in Richtung Leipzig aufteilte – einer der wichtigsten Gründe, eine Siedlung dort zu begründen.