Naumann-Museum: Größenvergleich

Es ist unbestritten: Große Vögel legen große Eier und kleine Vögel legen kleine Eier. Beim Vergleich mit der Körpermasse der Vögel schneiden die kleinen Vögel aber sehr viel besser ab. Zumal sie häufig sehr viele Eier pro Gelege produzieren.

Die Schwanzmeise (Ei links im Foto) legt pro Gelege - von denen sie mehrere pro Jahr produzieren kann! - mehr als sie selbst wiegt. Der Schwan (rechtes Ei) dagegen bringt es nur auf ein Viertel des Eigengewichtes, wobei Eier von Wasservögeln meist überdurchschnittlich groß sind. Ein Haushuhn in der Intensivhaltung, bei optimaler Fütterung, legt bis zu 300 Eier (Ei Mitte) pro Jahr – allerdings nimmt die Leistung danach sehr schnell ab und es gilt dann als „unwirtschaftlich“.

Noch einmal zum Vergleich: Die kleine Schwanzmeise wiegt nur acht Gramm, ihr Ei macht mit 0,9 Gramm elf Prozent der Körpermasse aus. Bei im Schnitt zehn Eiern pro Gelege finden sich in ihrem Nest also Eier, die 110 Prozent der Körpermasse des kleinen Vogels ausmachen.

Das Haushuhn legt bei durchschnittlich 250 Eiern im Jahr sagenhafte 600 Prozent der eigenen Körpermasse. Wiegt ein Huhn etwa 2,5 Kilo, so entspricht dessen Ei mit 60 g einer Körpermasse von 2,4 Prozent.

Bleibt noch der Schwan, mit acht Kilogramm der schwerste Vogel im Trio. Sein Ei macht vier Prozent der Körpermasse aus und wiegt 330 Gramm. Sechs Eier legt der Höckerschwan im Schnitt, bei ihm entspricht dies rund einem Viertel der eigenen Körpermasse.