Hochzeit unter Corona-Bedingungen

Den eigenen Hochzeitstag sollte man zwar nie vergessen, aber Simone und Stefan Nolde haben noch einen Grund mehr, sich an den 22. Mai 2020 zu erinnern. Die Köthener waren um 14 Uhr das erste Brautpaar, das sich nach wochenlanger Schließung und nun unter Corona-Bedingungen in der Schlosskapelle das Ja-Wort gab. Standesamt-Chefin Elke Bederke traute die Beiden und sorgte dafür, dass die Gäste – sortiert nach Haushalten – mit Abstand im historischen Ambiente Platz nahmen.

Die Schlosskapelle wurde 1602 als Kirche im Keller des Ludwigsbaues erstmals erwähnt. Johann Sebastian Bachs Sohn Leopold August wurde hier im November 1718 getauft. 1731 baute Michael Hoppenhaupt aus Merseburg die Kapelle um. Es entstanden der Fürstenstuhl und eine Orgel des Bernburger Meisters David Zuberbier. Der barocke Raum wurde 1878 vernichtet. 1963 wurde in der alten Raumhülle der Bachsaal gestaltet, seit 1991 existiert wieder die Schlosskapelle. Seitdem stehen hier die Orgel des Zuberbier-Sohnes Johann Christoph, gebaut 1754/1755, und das Miethke-Cembalo.

Das Umfeld des Schlosses bietet übrigens ideale Möglichkeiten, um stilvoll zu heiraten. Direkt zum Schlosskomplex gehört auch das Veranstaltungszentrum, in dem die Hochzeitsfeiern organisiert werden. Neben dem größten, nach Johann Sebastian Bach benannten Saal mit über 400 Plätzen, stehen hier mit weiteren drei Sälen genügend Kapazitäten für kleine und große Hochzeitsfeiern zur Verfügung.

Aufgrund der aktuellen Pandemie-Lage haben sich in diesem Jahr im Köthener Standesamt jedoch bereits einige Terminverschiebungen in das Jahr 2021 ergeben. Daher vergibt das Standesamt ab sofort Vormerktermine/Reservierungen für Eheschließungen im kommenden Jahr. Eigentlich werden diese sonst immer erst ab dem 1. August vergeben.

Kontakt:

Standesamt Köthen

Marktstraße 1 - 3 | 06366 Köthen (Anhalt)

Tel.: 0 34 96/42 53 23 | E-Mail: standesamt@koethen-stadt.de